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Schüler*innen erzählen von ihrer Ausbildung: Yasmin Schaad

"Vollzeit wäre für mich gar nicht möglich gewesen."

Wie es Yasmin Schaad (36) als alleinerziehende Mutter schafft, Ausbildung und Familie unter einen Hut zu bekommen.

Fachschülerin bei der Arbeit

Als Yasmin Schaad nach der Elternzeit wieder in ihren alten Beruf als Arzthelferin (heute Medizinische Fachangestellte, MFA) zurückkehren will, merkt sie schnell: Das funktioniert so nicht mehr. Eine Vollzeitstelle mit langen Mittagspausen passt nicht mehr zu ihrem Leben als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern. Also wagt sie den Neuanfang. Heute macht sie eine Ausbildung an der bfz-Fachschule für Heilerziehungspflege in Fürth.

Yasmin, wie kommt man als dreifache Mutter überhaupt noch mal auf die Idee, eine Ausbildung zu machen? 

Also, es war schon ein großer Schritt. Ich habe gemerkt, dass es mit meinem alten Beruf und der Familie einfach nicht klappen würde. Ich habe meine Ausbildung zur Arzthelferin mit 16 gemacht, direkt nach dem Quali. Wir in unserer Praxis hatten zum Beispiel immer ziemlich lange Mittagspausen, was bedeutete, dass wir abends lang da sein mussten. In Teilzeit hätte es aber finanziell nicht ausgereicht, also habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Ich will arbeiten, in einem Bereich, der mich interessiert und der mir etwas zurückgibt. Mein Onkel hat eine Behinderung, ich hatte als Kind viele Berührungspunkte auch zu anderen Menschen mit Einschränkungen. Meine Mama arbeitet auch in diesem Bereich, deshalb wusste ich, dass es hier Möglichkeiten gibt, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Blieb das Problem mit dem Weg dorthin, mit der Ausbildung dafür... 

Und was passiert, wenn die Kinder mal krank werden? 

Auch da hat die bfz gut mitgedacht. Alle Unterrichtsmaterialien werden immer auch digital zur Verfügung gestellt – Lernskripte, virtuelle Tafeln, Fotos von Projekten, manchmal auch YouTube-Links. Wenn ich mal etwas verpasse oder früher gehen muss, kann ich alles nacharbeiten.

Die Ausbildung hört sich ja recht anspruchsvoll an. Ihr lernt viel über Psychologie, Medizin und Pädagogik. Da musst du doch sicherlich auch viel zuhause lernen? 

Wenn ich nach Hause komme, dann bin ich voll für meine Kinder da. Auch die Jugendlichen brauchen mich. Deshalb lerne ich tatsächlich oft nachts, wenn die Kinder schlafen, oder stehe früh auf, um Lernkarten zu machen. Manchmal lerne ich mit meinen Kindern aber auch zusammen, wir fragen uns gegenseitig ab. Das motiviert wiederum meine Kinder. Sie sehen, dass Lernen wichtig ist und einen im Leben weiterbringt. 

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